Qualität und Zukunft
im Auge

Qualität und Zukunft im Auge
 


Wichtige Diagnosen

 

Cataract
(grauer Star)

Der Graue Star (Cataract) bezeichnet eine Trübung der im Auge befindlichen natürlichen Linse. Linsentrübungen entwickelt fast jeder im Laufe der zunehmenden Alterung. Lange Zeit werden sie subjektiv gar nicht wahrgenommen, besonders dann, wenn sie sich an beiden Augen relativ gleichmäßig entwickeln und dem Patienten damit eine Vergleichsmöglichkeit fehlt. Leitsymptom ist die abnehmende Sehschärfe, die sich in zunehmenden Schwierigkeiten beim Lesen oder beim Erkennen kleiner weiter entfernter Objekte äußert. Hinzu kommen ein Kontrastverlust und, abhängig von der Trübungsform, veränderte Brechkraftverhältnisse und deutliche Blendempfindlichkeit.
Naturgemäß können Trübungen im Augeninnern nicht etwa durch Vorsetzen anderer Brillengläser ausgeglichen werden, sondern müssen, wenn sie stören, operativ entfernt werden. Dieser Eingriff, die Cataract-Extraktion (Staroperation), der bei weitem häufigste in der Augenheilkunde, erfolgt  bei uns ambulant unter hochsterilen Bedingungen und beseitigt das Problem nachhaltig.

Glaukom
(Grüner Star)

Eine Glaukom-Erkrankung (historisch: Grüner Star) liegt vor, wenn der Sehnerv fortschreitend an Nervenzell-Substanz und damit auch an Funktion verliert. Im Endstadium, welches aber nur in bestimmten Fällen erreicht wird, kann ein vollständiger Funktionsverlust und damit eine Erblindung des betroffenen Auges drohen. Gründe für die Entwicklung einer Glaukom-Erkrankung sind vielfältig: neben einer genetischen Veranlagung spielen ein erhöhter Augeninnendruck sowie Veränderungen im Gefäßsystem eine entscheidende Rolle. Charakteristisch ist, dass die Erkrankung schleichend über Jahre bis Jahrzehnte und in den allermeisten Fällen völlig schmerzfrei verläuft. Der Sehnervenschaden wird erst dann subjektiv wahrnehmbar, wenn er bereits ein dramatisches Ausmaß angenommen hat. Er ist nicht reparabel, es kann nur versucht werden, eine weitere Schädigung aufzuhalten. Dies gelingt in frühen Stadien erheblich besser als in späten.
Wichtigste Voraussetzung ist daher eine möglichst frühzeitige Diagnose, etwa im Rahmen einer Glaukom-Vorsorge-Untersuchung. Die Glaukom-Diagnose wird aus dem Verlauf heraus gesichert, den wir mittels regelmäßiger Messung des Augeninnendrucks (meist 3-monatig) sowie Untersuchungen des Gesichtsfeldes (meist jährlich), der Hornhautdicke (meist 3-jährlich) und besonders des Sehnervenkopfes (HRT, Retina-Topographie) (meist jährlich) kontrollieren.
Die Therapie läuft meist auf eine Senkung des Augeninnendrucks hinaus, da sich diese Größe relativ leicht zunächst mit einer lokalen Medikation in Form von Augentropfen beeinflussen lässt. Die Medikation muss regelmäßig und über Jahre erfolgen, Ziel ist es, den Augeninnendruck unter eine individuell zu bestimmende Marke zu drücken,  unter der im speziellen Fall des jeweiligen Patienten der Sehnervenschaden nicht fortschreitet. Die zuverlässigste Möglichkeit, dies zu kontrollieren, ist das bereits erwähnte HRT (Retina-Topographie).
Sollte es nicht mehr möglich sein, den Augeninnendruck mit medikamentösen Mittel ausreichend zu senken, stehen operative Maßnahmen an. Welche der verschiedenen Operationsverfahren sinnvoll ist, bestimmt sich wiederum für jeden Patienten individuell.

Altersbedingte Macula-degeneration

Die Macula bezeichnet den Bereich in der Netzhautmitte, der über die höchste Dichte an Rezeptoren (Sinneszellen zur Lichtwahrnehmung) verfügt. Demnach ist sie zuständig für das hochauflösende scharfe zentrale Sehen. Beeinträchtigungen ihrer Funktion äußern sich  in Sehschärfenverlust, Verzerrungen und umschriebenen zentralen Gesichtsfeldverlusten. In fortgeschrittenen Stadien kann das gesamte zentrale Sehen ausfallen, stattdessen nimmt der Patient, an der Stelle, die er ansieht, eine großen grauen Schatten wahr.
Grundlage einer altersbedingten Maculadegeneration sind Veränderungen im Gefäßsystem, welche die Durchblutung der Netzhautmitte empfindlich reduzieren können. Unterschieden wird eine trockene Form, die über Jahre und Jahrzehnte langsam fortschreitet, und eine feuchte Form, die schnell innerhalb von Wochen bis Monaten zum zentralen Sehverlust führt. Die trockene Form kann dabei in die feuchte übergehen.
Eine frühe Erkennung der Anfangsstadien, etwa im Rahmen einer Vorsorge-Untersuchung ist wichtig, um rechtzeitig eine Therapie einzuleiten. Für die Diagnose stehen uns neben der direkten Betrachtung des Augenhintergrundes eine digitale Funduskamera und das OCT (optische Cohärenz-Tomographie) zur Verfügung.
Große wissenschaftliche Studien haben erwiesen, dass bestimmte Formen der trockenen Maculadegeneration durch Antioxidantien (spezielle Vitamine) in Tablettenform aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden können. Liegt eine feuchte Form vor, so kann ein Lasereingriff sinnvoll sein oder auch die direkte Anwendung bestimmter Medikamente im Augeninnern nahe der Netzhaut (IVOM, intravitreale operative Medikamenteneingabe)  (s.o.).

Fehlsichtigkeit
(Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Stabsichtigkeit, Alterssichtigkeit)

Fehlsichtigkeiten sind rein optische Effekte, die aus Abweichungen von der Idealform des Auges und seiner brechenden Medien (Hornhaut, natürliche Linse) resultieren. Charakterischerweise lassen sich daher fast alle Fehlsichtigkeiten mit optischen Hilfsmitteln, also Brille oder Contactlinsen korrigieren.

Ein kurzsichtiges Auge ist zu lang für seine brechenden Medien, parallele Strahlen, wie sie von weit entfernten Objekten ausgehen, treffen sich bereits vor der Netzhaut. Ein Gegenstand wird erst dann wirklich scharf abgebildet, wenn er näher an das Auge heranrückt. Eine Zerstreuungslinse (Brillenglas, Contactlinse) kann diesen Berechungsfehler ausgleichen.

Das weitsichtige Auge ist dagegen zu kurz, parallel einfallende Strahlen würden sich erst hinter der Netzhaut treffen, es herrscht also quasi ein Brechkraftdefizit. Die Naheinstellungsreaktion (Akkommodation) der natürlichen Linse kann jedoch, zumindest beim jüngeren Menschen, zusätzliche Brechkraft schaffen und damit eine Weitsichtigkeit so ausgleichen, dass sie vom Patienten lange nicht bemerkt wird. Geschieht dies doch, dann meist in Form von empfundener Anstrengung beim Sehen vor allem in die Nähe oder gar Kopfschmerzen etc. Eine Sammellinse (Brillenglas, Contactlinse) kann diesen Berechungsfehler dann ausgleichen.

Bei der Stabsichtigkeit (Astigmatismus) sind die Krümmungsverhältnisse meist der Hornhaut (seltener der natürlichen Linse) in verschiedenen Richtungen unterschiedlich, was zu einem verzerrten Sehen ähnlich wie beim Blick in einen gekrümmten Zerrspiegel führt. Die Stabsichtigkeit wirkt sich entfernungsunabhängig aus und kann kurzsichtigen, weitsichtigen und auch ansonsten normalsichtigen Augen auftreten. Sie wird mit einer zylinderförmigen Linse (Brillenglas, Contactlinse) korrigiert.
Die Altersichtigkeit tritt meist nach dem 40. bis 45. Lebensjahr dadurch ein, dass die Naheinstellungsreaktion (Akkommodation) der natürlichen Linse langsam nachlässt. Dies tut sie auch unabhängig von allen vorgenannten Brechungsfehlern. Dementsprechend ist eine zusätzliche Sammellinse (Nah-Brillenglas, Gleitsicht-Brillenglas, multifokale Contactlinsen) zum Lesen erforderlich.

Neben Brille oder Contactlinsen sind auf Wunsch auch operative Korrekturen der Brechkraftfehler möglich (refraktive Chirurgie), entweder mit einem Laser (Excimer-Laser) an der Hornhaut oder durch spezielle künstliche Linsen im Augeninnern. Das passende Verfahren wählen wir nach der individuellen Situation des Patienten  aus.

Sprechzeiten

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Fax. 06201-183610

Neueste Technik
Untersuchungseinheit mit Spaltlampe

Spezialuntersuchung Spezialuntersuchung der Netzhaut

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Spezialuntersuchung der Hornhaut mit der Pentacam

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